{"id":337,"date":"2015-11-17T12:03:26","date_gmt":"2015-11-17T11:03:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.antitecture.org\/freiraum\/?p=337"},"modified":"2016-01-28T14:19:23","modified_gmt":"2016-01-28T13:19:23","slug":"janina-velhorn","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.antitecture.org\/freiraum\/?p=337","title":{"rendered":"Profil: Janina Velhorn"},"content":{"rendered":"<p><strong>Janina Velhorn<\/strong><br \/>\n12.09.1988<\/p>\n<p><strong>Seit WS 2014<\/strong> \u00a0Master Architektur | Akademie der Bildenden K\u00fcnste | Stuttgart<br \/>\n<strong>2010 &#8211; 2014<\/strong> \u00a0 \u00a0 Bachelor Architektur | Peter Behrens School Of Architecture | D\u00fcsseldorf<\/p>\n<p><strong>Aktuelles Entwurfsprojekt<br \/>\n<\/strong>Freier Entwurf | Prof. Dipl.-Ing. Eduard Schmutz\/Dipl.-Ing. Florian van het Hekke<br \/>\nThema: Unorte<\/p>\n<p><span style=\"font-weight: 400\"><del>UN<\/del> Orte<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Was ist ein Ort?<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Was ist ein Raum?<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Laut de Certeau ist ein Ort das Ergebnis materieller Grenzbeziehungen. Das meint die Ordnung, nach der Elemente in Koexistenzbeziehungen aufgeteilt werden. Im Grunde erkl\u00e4rt das die Lokalit\u00e4t einzelner Elemente zueinander; die physische Pr\u00e4senz einer Stra\u00dfe, eines Gem\u00e4uers oder gar einer B\u00fchne.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Im Gegensatz hierzu steht die Definition des Raumes. Ein Raum ensteht dann, wenn sich Elemente in einem Ort bewegen, ihn durchschreiten. Er ist die Verbindung von Richtungsvektoren, Geschwindigkeitsgr\u00f6\u00dfen und Variabilit\u00e4t der Zeit. <\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Der Raum ist in Folge dessen ein Ort mit dem man etwas macht, ein Ort, der von der Gesamtheit der Bewegung, die sich in ihm entfaltet, erf\u00fcllt ist. <\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Hinsichtlich dieser Erkenntnisse, basierend auf de Certeau, k\u00f6nnte man nun davon ausgehen, dass jeder Ort, gleichzeitig einen Raum entstehen l\u00e4sst. <\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><strong>Ist es jedoch m\u00f6glich, dass R\u00e4ume unabh\u00e4ngig von einem Ort existieren?<br \/>\n<\/strong><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">In diesem Fall ist von einem Unort die Rede.<br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Als Beispiel wird die Handlung eines Pantomimen zitiert. <\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Der Darsteller steht auf einer B\u00fchne und imitiert mit seiner Bewegung die physische Pr\u00e4senz einer Wand die sich vor ihm abbildet. Anhand dieser Geste l\u00e4sst er den Zuschauer ein Objekt imaginieren, dass realistisch betrachtet nicht vorhanden ist. Die Fiktion eines Raumes unabh\u00e4ngig von einem Ort ist das Resum\u00e9 seiner T\u00e4tigkeit. \u00a0<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Das Gehen, das Flanieren wird von de Certeau ebenfalls mit dem Begriff des Unortes in Verbindung gebracht. Er beschreibt diesen Vorgang als ein \u201cVerfehlen des Ortes\u201d. Ein unendlicher Prozess der Abwesenheit auf der Suche nach einem eigenen Ort. So wird das Herumirren in der Stadt zu einer gesellschaftlichen Erfahrung des Fehlens eines Ortes. \u00a0<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Um den Rahmen dieser ersten Gedanken nicht ins Unermessliche zu treiben m\u00f6chte ich mich in meiner Arbeit auf den letzten Definitionspunkt st\u00fctzen. <\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Das Gehen. Das Vorbeigehen. Das Vor\u00fcbergehen. <\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Weshalb verweilen wir nicht an einem Ort?<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Ist es jedem Ort gleich untersagt dort zu verweilen, oder gibt es gar Orte, die lediglich daf\u00fcr errichtet wurden weiter zu ziehen?<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Inwiefern hat die Architektur Einfluss auf ein solches Verhalten?<\/span><span style=\"font-weight: 400\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-weight: 400\">Gestaltet der Architekt bewusst einen Unort um ihn lediglich als Wegf\u00fchrung gebr\u00e4uchlich zu machen?<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Janina Velhorn 12.09.1988 Seit WS 2014 \u00a0Master Architektur | Akademie der Bildenden K\u00fcnste | Stuttgart 2010 &#8211; 2014 \u00a0 \u00a0 Bachelor Architektur | Peter Behrens School Of Architecture | D\u00fcsseldorf Aktuelles Entwurfsprojekt Freier Entwurf | Prof. Dipl.-Ing. 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