{"id":74,"date":"2015-10-28T12:59:46","date_gmt":"2015-10-28T11:59:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.antitecture.org\/freiraum\/?p=74"},"modified":"2016-01-28T17:52:05","modified_gmt":"2016-01-28T16:52:05","slug":"freiraum-ebenen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.antitecture.org\/freiraum\/?p=74","title":{"rendered":"Freiraum-Ebenen (DK)"},"content":{"rendered":"<p>28102015_deborah kunz<\/p>\n<p>Die Begrifflichkeit \u201aFreiraum\u2018 l\u00e4sst sich kaum in seinem ganzen Umfang erfassen und zeigt schon bei den ersten \u00dcberlegungen eine Vielschichtigkeit in einer <em>bestimmten, unbestimmten<\/em> und <em>virtuellen<\/em> Form auf. Verschiedene Ebenen werden daher im Weiteren in Form eines Gedankengangs beschrieben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u2013 Frei:Raum \u2013 unabh\u00e4ngig, losgel\u00f6st : Fl\u00e4che + H\u00f6he \u2013<\/p>\n<p>In der allgemeinen Definition des Begriffes \u201aFreiraum\u2018 beschreibt diese alle nicht durch Geb\u00e4ude bebauten Fl\u00e4chen.\u00b9 Die bebaute Umwelt beinhaltet daraus schlie\u00dfend alle Objekte, wie Geb\u00e4ude, Pflanzen, Menschen und Gegenst\u00e4nde. Diese Objekte nehmen, nicht unbedingt den ihnen zugesprochenen Raum ein, der sich durch private Eigentumsverh\u00e4ltniss und der daraus folgenden Parzellierung der Fl\u00e4chen\u00b2 ergeben, sondern sind eher vergleichbar mit der menschlichen \u201aKomfortzone\u2018. Sie nehmen einen entsprechenden Raum ein, welcher folgend vom \u201aFreiraum\u2018 subtrahiert werden kann und eine <em>bestimmte<\/em>, zum Objekt abh\u00e4ngige Form bildet. Der Freiraum wird durch diese Ebene der Betrachtung erst ein mal kleiner. Bezieht man dieses Verhalten beispielsweise auf einen Stra\u00dfenschnitt l\u00e4sst sich erkennen, dass dadurch der urspr\u00fcngliche \u201aFreiraum\u2018 \u2013 welcher den gesamten nicht bebauten Raum einnimmt \u2013 sich durch die virtuelle Aus-| Abstrahlung von den Objekten zum einen definiert und sich zum anderen Schnittstellen zwischen den einzelnen Objekten bilden (bsp. Radweg unter einer Baumallee). Bei der Bewegung eines Objektes, wandert also diese Schnittstelle in zeitlicher Abh\u00e4ngigkeit zum Freiraum. Diese Schnittstelle kann daher als <em>unbestimmte<\/em> Form des Freiraumes betrachtet werden.<br \/>\nEine weitere \u201aSchnittstelle\u2018 entsteht bei dieser r\u00e4umlich zeitlichen Bewegung ebenfalls zwischen Objekt und Freiraum. Hierbei muss allerdings erst ein mal das Verh\u00e4ltnis zwischen Objekt und Freiraum betrachtet werden. Angenommen jedes Objekt nimmt einen bestimmten Raum f\u00fcr sich ein, die sogenannte \u201aKomfortzone\u2018 | \u201aAbstrahlungszone\u2018. Je mehr Objekte sich nun im Raum\u00b3 befinden, desto geringer ist der \u201aFreiraum\u2018 in diesem Bereich. Folglich kann weniger \u201aFreiraum\u2018 vom einzelnen Objekt eingenommen werden. Es kommt schlie\u00dflich zu einer S\u00e4ttigung des Freiraumes bei maximaler Einnahme des Raumes durch die verschiedenen Objekte.<br \/>\nSteht nun einem Objekt ein unbegrenzter Freiraum zur Verf\u00fcgung, welcher von ihm eingenommen werden kann, er\u00f6ffnet sich eine n\u00e4chste Ebene. Die Ebene der <em>virtuellen<\/em> Ausdehnung. Sie betrifft die Entfaltung und ist in dem Sinne konzentriert auf den Ausdruck des Individuums.<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">\u2013 Akzeptanz einer individuellen Ausdehnung, virtuell als auch baulich \u2013<\/p>\n<p>Diese Ebene ist zum einen wichtig f\u00fcr das Wohlempfinden als auch f\u00fcr die Entwicklung eines Individuums. Im st\u00e4dtischen Kontext betrachtet wird auf Grund der h\u00f6heren Akzeptanz der kreativen Stadt im Vergleich zum l\u00e4ndlichen Raum, ein gr\u00f6\u00dferer \u201aFreiraum\u2018 f\u00fcr den Ausdruck des Einzelnen geschaffen und diesem zugesprochen. Die Entfaltung eines Individuums zeigt sich zum einen nach au\u00dfen und nach innen in Form von Geschmack, Auswahl, Ausdruck und Gedanken, Gef\u00fchlen und der Eigenart einer Person. Diese Entfaltung spiegelt die Interessen des Individuums.<br \/>\nWird vom Au\u00dfenraum eine h\u00f6here Akzeptanz zur Verf\u00fcgung gestellt, wird somit dem Individuum mehr \u201aFreiraum\u2018 der virtuellen Form zugesprochen und die Abh\u00e4ngigkeit der Akzeptanz zur bestimmten und unbestimmten Form des Freiraumes wird dabei erkennbar.<br \/>\nEs wird deutlich, dass die Ebenen der <em>bestimmten, unbestimmten<\/em> und <em>virtuellen<\/em> Form des \u201aFreiraums\u2018 nicht getrennt sondern im Gesamten betrachtet werden m\u00fcssen.<\/p>\n<h5>Angaben<br \/>\n\u00b9 https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Freiraum_(Landschaftsplanung)<br \/>\n\u00b2 Aldo Rossi \u2013 \u201aDie Architektur der Stadt \u2013 das Grundeigentum\u2018<br \/>\n\u00b3 gemeint ist der gesamte Raum \u2013 bebaute und unbebaute Umwelt<\/h5>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>28102015_deborah kunz Die Begrifflichkeit \u201aFreiraum\u2018 l\u00e4sst sich kaum in seinem ganzen Umfang erfassen und zeigt schon bei den ersten \u00dcberlegungen eine Vielschichtigkeit in einer bestimmten, unbestimmten und virtuellen Form auf. 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